Der Monat November ist bei vielen Menschen wegen seines Nebels und der kürzeren hellen Tage nicht besonders beliebt. Der 2. Lockdown ebensowenig.

Robert Betz meint dazu: „Der feinstoffliche Nebel und die kürzeren Tage bieten uns selbst eine gute Möglichkeit, in unseren eigenen Nebel einzutauchen, in die Unklarheiten, in das Gefühl der Unsicherheiten und Unzufriedenheit, die mit vielen mit dem Gefühl verbunden sind, im Stau zu stehen.“

Darüber lohnt es sich für mich, jetzt nachdenken, denn ich geb zu, ich mag die Sonne auch viel lieber als den Nebel 😉.

Corona“ verschärft“ bzw. intensiviert derzeit im 2. Lockdown diese Situation noch, da wir vielleicht sogar alleine im Nebel jetzt eine Runde „mit uns selbst“ spazieren gehen. Eine Runde mit uns alleine.

Möglicherweise hilft jedoch gerade das uns noch mehr einzutauchen in Gedanken wie: Was oder wie lebe ich im Moment? Ist es das Leben, das ich möchte? Macht es Sinn in meinem Leben? Was ist der Sinn des Lebens für mich? Lebe ich am Leben vorbei? Erfüllt es mich, das was ich Tag für Tag mache? Oder lebe ich womöglich das Leben eines anderen? Ein Leben, das andere in meinem Umfeld für erstrebenswert halten? Bringt es mein Herz zum Singen, was ich mache? Werde ich mir selbst gerecht oder funktioniere ich und es fühlt sich an, wie reine Pflichterfüllung? Möchte ich so weitermachen? Etwas verändern? Erlaube ich mir selbst, etwas daran zu verändern? Was hält mich davon ab? Würde ich heute von dieser Welt gehen müssen, was wären meine Gedanken? Wäre ich dann zufrieden oder würde ich meinen, ich hätte einem Aspekt meines Lebens mehr Bedeutung schenken dürfen?

Das Gehen bringt zusätzlich Bewegung in unser Denken. Vielleicht kennt Ihr „walk and talk“, eine Gesprächsform, die sich in Beratungen in neuerer Zeit mehr und mehr Beliebtheit erfreut. (Biete ich bei meinen Beratungen ebenfalls auf Wunsch gerne an.) Weil sich beim Gehen die Zunge löst und unsere Gedanken Platz bekommen. Gerade im Gehen wird uns vieles klar. Interessante Überlegungen, die trotz oder vielleicht sogar aufgrund des Nebels und Corona mehr Licht und Klarheit in unser Leben bringen können. So gesehen wünsch ich Euch und uns allen, manch nebelige wertvolle Spaziergängen mit uns selbst.

In Liebe
Eure Anna Ursula Valentina
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